Tutorial

Fußballtore aus Blütenpaste

 

Für meine 1. FC-Köln-Torte wollte ich die Fußballtore aus Blütenpaste lieber selber machen und keine fertigen aus Plastik kaufen. Die Netze aus Royal Icing spritzen war mir auch zu aufwändig und das Ergebnis hätte evtl. auch nicht ganz so ordentlich ausgesehen :-). Leider habe ich nicht jeden Schritt fotografiert. Aber die Beschreibung sollte auch so ganz verständlich sein… Ich habe mich für Blütenpaste entschieden, da man das Netz dann richtig schön dünn ausrollen kann…

 

So habe ich das Tor jedenfalls hergestellt:

 

  • Herstellung der 2 Seitenwände und den 2 Stützbalken: Stränge aus Blütenpaste rollen (am besten mit einem Clay-Extruder) und entlang den Linien auf der Vorlage legen. Die Enden der Seitenwände mit Zuckerkeber zusammenkleben und alle 4 Einzelteile richtig gut trocknen lassen.  Hier auch die Vorlage zum Ausdrucken (für ein Tor)

 

 

  • Für das Netz Blütenpaste sehr dünn ausrollen. Ausgerollte Blütenpaste dann auf ein Profilbett legen und mit einem Ausrollstab oft und kräftig drüberrollen. So entstht ein netzähnliches Muster.

 

 

  • Die Seite mit der stärksten Struktur nach unten legen und die getrockneten Seitenteile draufkleben und ausschneiden (dabei darauf achten, dass das Netz auf die äußeren Seiten geklebt wird). Davon habe ich leider keine Bilder gemacht, wird aber aus der weiteren Beschreibung klar. Die getrockneten Seitenteile dann mit dem unteren Balken zusammengkleben und wieder trocknen lassen.

 

  • Das mittlerweile getrocknete Gerüsst auf ein weiteres Netz aus Blütenpaste kleben (die stärkere Strukur wieder nach unten legen).

 

 

  • Die Seiten und den Boden gerade abschneiden, oben mehr Blütenpaste stehen lassen, da sie umgeklappt wird (als Dach von dem Tor).

 

 

  • Das Tor sollte liegend trocknen, da das Netz sonst oben durchhängt.  Wenn auch das alles wieder gut getrocknet ist, kann der letzte „Balken“ oben drauf geklebt werden. Fertig!

und so sieht es dann aus:

 

 

 

 

 

 

 

Tortengröße berechnen

 

In diesem Beitrag möchte ich Euch Hilfe bei der Frage geben, wie groß muss meine Torte sein, damit sie für 1o Personen, 15 oder 20 Personen reicht und wie man die Tortengröße berechnen kann. Erfahrungen zeigen, dass eine Torte mit 24 cm Durchmesser und 5 cm Höhe für 10 Personen ausreichend sind. Wenn aber 15 Personen satt werden sollen – nehme ich dann direkt die 28er Springform oder reicht vielleicht auch die 26er ?

 

Rechnet man aus dem Erfahrungswert das Volumen aus und dividiert es durch 10 Personen, haben wir die Menge, die wir für eine Person als Maßstabe ansetzen müssen und können damit aus dem Volumen anderer Tortengrößen berechnen, für wie viele Personen die Torte reicht.

 

Das Volumen eines Zylinders und nichts anderes ist eine Torte aus mathematischer Sicht (wie trocken doch Mathematik sein kann 🙂 ) berechnet sich aus Radius (Halber Durchmesser) zum Quadrat * Höhe der Torte * Kreiszahl Pi:

 

V = r² * h * π

 

in unserem Bsp also:

Volumen = 12 cm* 12 cm * 5 cm * 3,14

 

Volumen = 2260 cm³  (entspricht 2260 ml oder 2,26 Liter)

 

Das runden wir einfach auf 2300 cm³ auf. Mit anderen Worten reichen also 230 cm³ für eine Person.

 

In das nachstehende Eingabeformular gebt ihr bitte einfach den Durchmesser (nicht den Radius) und die Höhe Eurer Springform ein – das Programm rechnet Euch aus, wie viele Personen davon satt werden. Und weil halbe Personen schlecht vorstellbar sind, wird das Ergebnis gerundet.

 

Gib Werte in die Box ein:

Höhe:


Durchmesser:


Maiglöckchen

 

Hier eine kleine Anleitung zur Herstellung der niedlichen Maiglöckchen, die ich für eine diamantene Hochzeitstorte hergestellt habe. Ich versuche aber in nächster Zeit ein kleines Video davon zu posten. Vielleicht könnt ihr hiermit ja schon ein weinig arbeiten 🙂 Wenn ihr auf die Bilder klickt, könnt ihr sie vergrößern.

 

 

 

Für einen Maiglöckchenzweig mit 6 Blüten und 3 Knospen benötigt man 9 weiße Blumendrähte, die am Ende zu einem kleinen Haken gebogen werden, damit die kleinen Kugeln aus Blütenpaste auch halten und nicht abrutschen. Die Haken sollten nicht größer als die Kugel sen. Dieser sollte in der Kugel komplett verschwinden 🙂

Dann braucht man insgesamt 9 kleine Kugeln aus Blütenpaste (je drei verschiedene Größen). Die Kugeln mit der kleinsten Größe werden nachher die Knospen.

 

 

Weiterhin benötigt man 6 Blüten (3 kleine und 3 etwas größere)

 

 

Die Ränder der Blüten werden leicht mit einem Ball-Tool ausgedünnt und dann mit etwas Zuckerkleber auf die Kugel geklebt. Mit einem Kegel-Tool drückt man dann die Blüte mit etwas Druck auf die Kugel, so entsteht dann auch ein kleine Vertiefung und die Blütenblätter wölben sich automatisch leicht nach oben zu einem kleinen Kelch. Mit den Fingern kann man dann aber noch etwas nachhelfen.

 

 

Die kleine Drahtschlaufe wird mit etwas Zuckerkleber benetzt. Jetzt fädelt man die Blüte von oben mit der spitzen Seite des Drahtes ein und zieht die Blüte bis zur Drahtschlaufe nach oben zum Haken. Die Kugel sollte eng um den Haken sitzen, also ruhig noch etwas andrücken, aber dabei darauf achten, dass die Kugel in etwa ihre Form behält. Genauso verfährt man auch mit den kleinsten Kugeln, die keine Blüten erhalten.

Bevor man die einzelnen Blüten jetzt bemalt und zusammenbindet, muss erst einmal alles gut trocknen (ca. 3 bis 4 Stunden).

 

 

Die kleinen Knospen werden mit hellgrüner Puderfarbe angemalt/abgepudert. Die restlichen Blüten bleiben weiß.

 

Man beginnt mit den drei kleinen grünen Knospen, die nicht ganz auf gleicher Höhe sitzen sollten. Diese drei Drähte umwickelt man ein wenig mit weißem Floristenband (fest zusammenziehen) bevor ihr dann die nächsten drei kleineren Blüten befestigt. Diese ein Stück tiefer ansetzen und das Band wieder fest zusammenziehen. Zuletzt dann die größten drei Blüten anbringen. Auch diese wieder etwas tiefer ansetzen. Das Floristenband wird dann bis zum Ende des Drahtes nach unten gewickelt. Wichtig dabei ist, dass das Floristenband immer gut gezogen wird, erst dann entwickelt es die richtige Klebekraft. Das Floristenband habe ich in der Mitte einmal geteilt, weil es in meinen Augen zu breit war  für diesen filigranen Draht

So, die enzelnen Blüten jetzt noch ein wenig und vorsichtig nach außen biegen und FERTIG 🙂 Viel Spaß beim Nachmachen!

 

Könnt ihr sie erkennen?

Maßeinheiten umrechnen

 

Ihr kennt das sicherlich alle – man surft im Internet und findet Rezepte, deren Maßeinheiten und Temperaturen in Cups, inches, Fahrenheit usw  angegeben sind. Maßeinheiten umrechnen ist ein leidiges Thema mit der dauernden Suche nach der geeignet Umrechnungsformel  🙁

Hier möchte ich Euch nach und nach Hilfestellung geben.

 

 

Gib einen Wert ein und die andere Einheit wird umberechnet.

Temperatur Fahrenheit in Celsius

Grad Celsius
ergibt
Grad Fahrenheit


Längenangaben (inches, Zoll) in cm

Zoll
ergibt
Zentimeter


Amerikanische Cups in ml

Cups
ergibt
ml


Amerikanische Pfund (lbs) in Gramm (g)

lbs (Pfund)
ergibt
Gramm (g)

Blütenpaste, Fondant, Modellierfondant

Blütenpaste, Fondant, Modellierfondant

In diesem Beitrag möchte ich Euch die Unterschiede zwischen Blütenpaste, Fondant (Rollfondant) und Modellierfondant erläutern. Wenn bei der Motivtortenherstellung von Fondant gesprochen wird, ist damit der soganannte Rollfondant gemeint, nicht zu verwechseln mit flüssigem Fondant. Der wird eigentlich nur für Glasuren von Torten, Keksen und Muffins benutzt. Blütenpaste, Fondant (Rollfondant) und Modellierfonant untscheiden sich in der Geschmeidigkeit und in der Geschwindigkeit wie die Masse trocknet, d.h. wie fein man modellieren und wie lange man sie verarbeiten kann.

 

Blütenpaste (Rezept siehe unten) sowie Fondant sind so genannte Zuckerpasten. Während Blütenpaste für sehr filigrane Dekorationen verwendet wird (z.B. Blumen, Blütenblätter etc.), wird Fondant zum Eindecken von Torten verwendet.

 

Blütenpaste hat den Vorteil, dass sie sehr elastisch ist und sie hauch dünn ausgerollt werden kann. Damit stellt man am besten sehr feine und naturgetreue Blütenblätter her. Man sollte sie so dünn ausrollen, dass z.B. der Schriftzug von der Unterlage durchscheint (perfekt z.B. für Rosenblätter). Der kleine Nachteil dabei ist allerdings, dass man nicht viel Zeit zum modellieren hat, da die Paste sehr schnell austrocknet und wirklich steinhart wird. Dafür halten die Dekoelemente aber ihre Form und man muss keine Angst haben, dass sie wieder zusammensacken. Blütenpaste kann man übrigens prima einfrieren! Im Kühlschrank hält sie sich luftdicht verpackt ca. 6 Monate.

 

Dann gibt es noch den so genannten Modellierfondant, bei dem man Fondant (Rollfondant) mit Blütenpaste im Verhältnis 1:1 mischt. Wer etwas geübter ist, kann auch im Verhältnis 2:1 mischen  (härtet dann noch etwas schneller aus).

 

Eine weitere Möglichkeit wäre auch 1 TL CMC unter 250 g Fondant zu kneten. Das geht genausogut und wird von mir auch immer regelmäßig benutzt, weil ich nicht immer Blütenpaste vorrätig habe. Modellierfondant verwendet man am besten für größere Dekorationen wie Figuren, weil er nicht so schnell aushärtet wie Blütenpaste und nicht so weich bleibt wie Fondant. Man hat damit also ausreichend Zeit, die Figuren, Gesichter, Tortenaufleger, etc. auszumodellieren. Hier kann die Trocknungszeit zwei bis drei Tage betragen.

 

CMC (Carboxymethylcellulose) ist ein Binde- und Verdickungsmittel in Pulverform und wird zur Festigung z.B. für Modellierfondant und Blütenpaste verwendet. CMC ist ein in der EU zugelassener Lebensmittelzusatzstoff, der in Tortenshops oder Amazon zu bekommen ist. Eine günstigere Variante ist das Kukident Haftpulver Extra Stark, mit dem einzigen Bestandteil CMC. Dieses Haftpulver enthält keine küstlichen Farb- oder Aromastoffe.

 

Dekorationen aus Blütenpaste oder Modellierfondant kann man prima schon Wochen oder sogar Monate vorher vorbereiten und in einem mit Küchenpapier ausgelegten Schuhkarton aufbewahren. Auf keinen Fall sollte die Deko luftdich verpackt werden (wird wieder weich) oder über längere Zeit der Sonne ausgesetzt sein (verliert die Farbe).

 

Zum Anbringen der Deko verwende ich Zuckerkleber.

 

Rezept Blütenpaste:

 

Zutaten:

 

  • 1 Eiweiß (ca. 40 g = ca. Größe L)
  • 225 g gesiebten Puderzucker (2 EL davon auf die Arbeitsfläche geben)
  • 4  gestrichene Tl CMC (z.B. Kukident Haftpulver Extra Stark)
  • 1 Tl Palmin soft

 

Zubereitung:

 

  • Das Eiweiß kurz mit der Küchenmaschine anschlagen (höchste Stufe)
  • Von den 225g Puderzucker etwa 2 EL abnehmen und auf die Arbeitsfläche geben.
  • Küchenmaschine auf niedrigste Geschwindigkeit stellen und Puderzucker löffelweise zugeben  (Geschindigkeit wieder erhöhen). So lange rühren, bis der Puderzucker mit dem Eiweß vermischt ist und eine glänzende weiße Masse entsteht.
  • Jetzt könnte man Lebensmittelfarbe (Puder-oder Pastenfarbe) zugeben. Ich färbe die Blütenpaste aber später lieber protionsweise in den Mengen, wie ich sie auch wirklich benötige.
  • Geschwindigkeit der Maschine wieder drosseln und das CMC dazugeben und einarbeiten. Die Masse zieht schnell an und wird dicklich. Jetzt nicht mehr lange rühren.
  • Paste aus der Schüssel kratzen und auf die Arbeitsfläche geben. Die Hände mit Palmin soft einfetten, damit die Paste nicht an den Fingern klebt. Den zuvor abgenommenen Puderzucker jetzt einkneten. Die Blütenpaste hat die richtige Konsistens, wenn ein seidig glatter Teig entsteht und nichts mehr an den Händen kleben bleibt.
  • Blütenpaste bitte sofort luftdicht verpacken, z.B. in einen Gefrierbeutel und zusätzlich noch in eine Frischhaltedose. Die Paste wandert dann erst einmal für 24 Stunden in den Kühlschrank!  Vor der Verarbeitung muss die Blütenpaste Raumtermperatur haben und dann geschmeidig geknetet werden.

 

Da man nicht immer die gesamte Blütenpaste benötigt, sollte man sie evtl. in ein bis zwei Portionen aufteilen und dann luftdicht verpacken. Vor der Verwendung der Blütenpaste sollte sie ca. 2 Stunden vorher aus dem Kühlschrank genommen werden, da sie dann leichter zu verarbeiten ist. Dann noch einmal kurz geschmeidig kneten und dann kanns los gehen…

Wieviel Tortenstücke ergeben sich aus welcher Tortengröße

Speziell bei einer Hochzeitstorte ist es wichtig, dass jeder Gast ein Stück probieren kann. Daher kann man sich an folgende ca.-Angaben halten:

 

Bei einer runden Torte mit ca. 7-8 cm Höhe ergeben sich folgende Mengen:

 

16cm = 8 Stücke

24cm = 14 Stücke

26cm = 16 Stücke

28cm = 18 Stücke

30 cm = 21 Stücke

 

So kann man sich ganz leicht ausrechnen, wie groß die Torte oder die einzelnen Etagen z.B. bei einer Hochzeitstorte ungefähr sein müssen. Ich würde also großzügig rechnen, damit nachher kein Gast leer ausgeht 🙂

Eine schöne ausführliche Anleitung und Tabelle findet man auch auf der Homepage von Emi’s Backformenverleih.

 

Zuckerkleber

Mit diesem Zuckerkleber (Edible Glue) werden Dekoelemente (z.B. Zuckerblumen, Figuren und Fondantaufleger) auf der Torte befestigt. Zur Herstellung benötigt man CMC (ein in der EU zugelassener Lebensmittelzusatzstoff, der in Tortenshops oder Amazon zu bekommen ist). Natürlich gibt es auch fertigen Zuckerkleber zu kaufen, die günstigere Variante wäre aber die Verwendung von Kukident Haftpulver Extra Stark, mit dem einzigen Bestandteil CMC. Dieses Haftpulver enthält keine küstlichen Farb- oder Aromastoffe, erhältlich in Aphotheken und Drogeriemärkten. Natürlich gibt es noch andere mögliche Arten von Klebern (z.B. Wodka, Royal Icing (Eiweißspritzglasur) oder Wasser). Für mich kommt nach einigen Experimenten nur dieser Zuckerkleber in Frage!

 

Damit sich das CMC klümpchenfrei auflöst, sollte der Zuckerkleber einen Tag vor Anwendung hergestellt werden.

 

Man nehme:

  • 4 EL abgekochtes Wasser/ ca. 30ml
  • 1/2 TL CMC (Kukident) / ca. 1g
  • 1 kleines Glas mit Schraubverschluss (z.B. die Gläschen mit Tomatensauce in den Fertigpizzateigen von Aldi) 🙂

 

Der Vorteil von diesem Kleber ist, dass er ohne sichtbare Spuren trocknet. Und hier ist weniger mehr! Also wirklich nur einen Hauch von Kleber nutzen, da die Deko-Element sonst von der Torte rutschen könnten.

 

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Man sollte unbedingt Kukident Extra Stark verwenden. Andere Haftpluver haben einen etwas Zahnpasta ähnlichen Geschmack, während dieses hier geschmacksneutral ist.

 

Herstellung Zuckerkleber

Das abgekochte Wasser mit dem CMC in das Gläschen geben, Deckel schließen und kräftig schütteln. Zunächst bilden sich Klumpen, die sich über Nacht im Kühlschrank auflösen.

 

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Am nächsten Tag noch einmal kurz schütteln, FERTIG ! Der Zuckerkleber sollte zähflüssig, nicht flüssig sein. Sollte der Kleber doch zu „fest“ sein, einfach ein wenig heißes Wasser dazugeben und schütteln. Der Kleber kann dann sofort benutzt werden. Bei mir hält der Zuckerkleber ca. 3 Wochen, sollte die Flüssigkeit sich eintrüben, besser entsorgen!