Swiss Meringue Buttercreme

Swiss Meringue Buttercreme

Die Swiss Meringue Buttercreme (Baiserartig) gehört zu meinen Lieblingen! Sie hat einen sehr feinen Buttergeschmack und hat eine seidig weiche Konsistenz. Sie ist bestens geeignet um damit Torten zu füllen und einzustreichen. Sie ist sooooooooooo lecker, aber nach Kalorien darf man hier nun wirklich nicht fragen… 🙂

Im Internet finden sich unter der Bezeichnung Swiss Meringue Buttercreme auch Rezepte, die ich als Italienische Meringue Buttercreme bezeichnen würde. Diese sind von den Zutaten zwar ähnlich, die Herstellung unterscheidet sich aber. Bei der Italienischen Meringue Buttercreme wird erst ein Sirup aus Zucker und Wasser oder Marmelade gekocht und dann dem geschlagenen Eischnee dazugegeben. Während bei der Swiss Meringe Buttercreme zuerst Zucker mit Eiweiß erwärmt werden und dann zu Eischnee aufgeschlagen wird.  Aber wer darüber genauer Bescheid weiß, der möge sich bitte bitte bei mir melden 🙂

 

So, nun zum Rezept:

  • 6 Eiweiß
  • 300g Zucker
  • 500g Butter (Zimmertemperatur)
  • Puderzucker (nach Geschmack)

 


 

 

Zubereitung:

 

  • Einen Topf mit ca. 1-2 cm Wasser füllen, darauf eine Schüssel mit den Eiweißen und dem Zucker setzen (Wasserbad). Diese Schüssel darf das Wasser im Topf nicht berühren.
  • Auf mittlerer Hitze dann Eiweiß und Zucker unter ständigem Rühren auf mindestens 70°C so lange erhitzen, bis sich die Zuckerkristalle aufgelöst haben. Das Wasser sollte nur leicht köcheln, so das der Wasserdampf die Masse indirekt erhitzt.
  • Salmonellen befinden sich zwar überwiegend auf der Eischale, wer aber auf Nummer sicher gehen möchte, sollte die Zucker-Eiweißmasse für mindesstens 1o Minuten bei 80°C  (Quelle: „Loderbauer, das Konditorbuch in Lernfeldern,  Handwerk und Technik, 6. Auflage, Seite 61“) erhitzen. Auf ein Küchenthermometer sollte hier auf keinen Fall verzichtet werden.
  • Wenn die Masse die richtige Temperatur erreicht hat und die Zuckerkristalle gelöst sind, wird die Masse mit einer Prise Salz in der Küchenmaschine zu Eischnee aufgeschlagen, so lange bis sie sich kalt anfühlt und feste Spitzen entstehen.
  • Danach wird dann die weiche Butter in mehreren Portionen dazugegen und so lange gerührt, bis eine schöne glatte Masse entsteht.
  • Wem die Creme noch nicht süß genug ist, kann am Schluss noch kurz Puderzucker nach Geschmack unterrühren. Ich habe ca. 20g verwendet.

 

Haltbarkeit: Sie hält sich ungekühlt mehrere Tage, im Kühlschrank habe ich sie schon 2 Wochen aufbewart und sie kann auch prima vorbereitet und eingefroren werden. Nach dem Auftauen einfach wieder cremig aufschlagen

 

Vorteil dieser Buttercreme ist natürlich zuerst einmal die Fondanttauglichkeit, sie ist nicht zu süß und sehr stabil.  Diese Menge reicht mindestens für das Einstreichen und Füllen einer 26er Torte und eignet sich auch hervorragend zum Aufspritzen von Tortendeko.

 

Nachteil wäre evtl. die aufwendige Herstellung, die sich in meinen Augen aber mehr als lohnt und mächtig ist sie noch dazu.

 

Tipps: Wer möchte, kann die Swiss Meringe Buttercreme am Schluss noch aromatisieren, z.B. mit 3-4 EL Marmelade, 200g geschmolzene Schokolade oder Kuvertüre (abgekühlt), Vanillearoma oder Vanillezucker, Fruchtpüree, 2-3 EL Lemoncurd oder wenig Zitronensaft mit abgeriebener Zitronenschale.

 

Wichtig für einen perfekten stabilen und weißen Eischnee sind sorgfältig getrennte Eier, es darf kein Eigelb im Eiweiß enthalten sein, Eier müssen Zimmertemperatur haben und die Rührschüssel muss absolut sauber/fettfrei sein. Die Zugabe von einer Prise Salz sorgt für zusätzliche Stabilität.

 

 

 

 

Chanel Taschentorte

 

Seit meinem ersten Blog ist nun ein Jahr vergangen und die Anlässe wiederholen sich – aber die Torten werden besser 🙂

 

Die Zwillinge haben wieder Geburtstag und so sehr sie Zwillinge sind, so unterschiedlich sind sie auch. Das wollte ich in den Tortenmotiven zum Ausdruck bringen und für Kim wurde eine Chanel Taschentorte und für Maike ein cooler Chuck gebacken.

 

Unter der Handtasche steckt ein Zitronenkuchen mit Frischkäse, die Tortenböden wurden dünn mit Lemon Curd und aromatisierter Swiss Meringue Buttercreme bestrichen.

 

Die Herstellung war kein großes Hexenwerk. Von dem Zitronenkuchen habe ich die zweifache Menge auf einem mit Backpapier ausgelegtem tiefen Backblech (Fettpfanne) gebacken. Aus diesem „Blechkuchen“ wurden zwei identisch große Stücke ausgeschnitte und übereinandergelegt. Auf den Bildern wird die Form nicht ganz deutlich. Die Tasche ist trapezförmig (oben schmal, nach unten hin wird sie breiter).

 

Jedes Stück wurde einmal waagerecht durchgeschnitten, jeder Boden dünn mit Lemon Curd und Buttercreme bestrichen. Nachdem die Torte ca. eine halbe Stunde gekühlt war, wurde sie dann komplett eingestrichen und mit Fondant eingedeckt (vor dem Eindecken muss die Torte noch einmal gekühlt werden).

 

Na ja, und dann ging es eigentlich nur noch an die Deko. Das Rautenmuster wurde mit einer Schablone hergestellt, der Reißverschluss mit einer Silikonform und die bordeaux rote Umrandung wurde mit dem clay extruder hergestellt. Für das Chanel-Logo hatte ich mir eine Vorlage gebastelt, die Form auf den Fondant übertragen, ausgeschnitten und mit goldenen Perlen beklebt.

 

 

Eigentlich sollte die Torte noch mit einem High Heel verziert werden. Er stand auch schon fix und fertig zur Deko bereit…. Und dann passierte das Unfassbare.  Aus mir völlig unerklärlichen Gründen brach er in der Mitte, eine Stunde bevor er auf das Cakeboard sollte 🙁  Da es schon mitten in der Nacht war, kann ich es mir nur so erklären, dass ich ihn vielleicht doch irgendwie angestoßen und zerbrochen habe. So hat er vor dem Unfall ausgesehen:

 

 

Na ja, und dann musste ich schnell eine Ersatz-Deko herstellen. So spät in der Nacht blieb nur noch Zeit für eine kleine Perlenkette und Schriftzug.

 

 

Die Taschentorte kam auf jeden Fall gut an. Und geschmeckt hat sie wohl hammermäßig… 🙂